Die Geschichte der BBH

Sommer 1958: Der Leiter der Hauptfürsorgestelle im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Regierungsrat Dr. Alexander Szilagi, ergreift die Initiative zur Gründung einer Bayerischen Blindenhörbücherei.

2. Januar 1959: Eröffnungstag der Bayerischen Blindenhörbücherei Anzahl der Stamm-Abonennten: 300 (von ca. 10.000 Kriegs- und Zivilblinden in Bayern). Den Grundstock bilden ca. 200 Titel, wobei die Zusendung der Tonbänder kostenlos ist.

2. November 1959: Ein Vertrag mit dem Bayerischen Rundfunk erlaubt die Übernahme von Aufnahmen für die Hörbücherei. Zu den beliebtesten Stücken gehören „Die Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma, „Der Hauptmann von Köpenick“ von Carl Zuckmayer und „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing.

1960: Seit Monaten ausgebucht ist der Band „So weit die Füße tragen“ von dem bayerischen Schriftsteller Josef Martin Bauer.

1963: Die Kompaktkassette von Philips und die kompakten Kassettenrekorder Philips 3301/3302 machen von sich reden. Die ernsthaften Tonbandler rümpfen die Nase über dieses „Spielzeug“, das nach einigen Jahren die Hi-Fi-Norm erfüllen soll.

1965: Der Titelkatalog umfasst 1.300 Werke.

1972: Nach einem Umzug werden in einem Kellerraum auf 45 qm untergebracht: Ein Sprechstudio mit zwei Sprecherplätzen und ein Kopierstudio, dessen Herzstück eine Telex-Schnellkopieranlage aus den USA bildet.

1973: Die BBH stellt die Hörbuchproduktion von Tonband auf Kompaktkassette um.

1975: Die Anzahl der Hörer ist auf 3.900 angestiegen.

1982: Die Belieferung mit Tonbändern wird eingestellt.

November 1983: In der Ausleihe bricht mit der Umstellung auf die EDV-Verbuchung ein neues Zeitalter an.

2002: Die neue Hörbuchgeneration auf CD-Rom im mp3- und Daisyformat kündigt sich an.

Januar 2005: Die Ausleihe von Daisybüchern wird gestartet. Die Hörer können ganz auf Wunsch Kassetten, Daisy-Bücher oder beide Medien im Wechsel beziehen. Neben über 9.000 Kassetten-Titeln liegen ca. 1.500 Bücher im Daisyformat vor.

31. Dezember 2009: Die Ära des Kassettenbuchs geht zu Ende. Von jetzt an gibt es ausschließlich Daisybücher. Der Titelkatalog bietet über 6.000 Werke an.